Das deutsche Bundesjustizministerium erkannte früh das Potential des Projekts der Vereinheitlichung des europäischen Wirtschaftsrechts

Am 15. November 2025 verlieh Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig den „Preis für gute Gesetzgebung“ an Gerd Leutner, Urs Gruber und Niklas Uder, stellvertretend für die Initiative für ein einheitliches europäisches Wirtschaftsrecht.

Der Preis würdigte die Arbeit der Association Henri Capitant, die unter der Leitung von Philippe Dupichot und Matthias Lehmann einen Entwurf für einen europäischen Rechtsakt erarbeitet hatte. Der Entwurf vereinfacht und kodifiziert das gesamte europäische Wirtschaftsrecht. Der Verordnungsvorschlag für ein „28. Regime“ greift einige Ideen im Gesellschaftsrecht auf. Die Kommission sollte weitere Bereiche anvisieren wie das Kreditsicherungsrecht, das Finanzmarktrecht und das Recht des geistigen Eigentums. Nur ein einheitliches Wirtschaftsrecht im Binnenmarkt gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihr Potential auszuschöpfen. Dies ist notwendig, da sich insbesondere innovative Start-Ups gegen US-amerikanische Konkurrenz behaupten müssen.